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Rajko´s Rennbericht Roth 2010
Geschrieben von Rajko Sickert und Ingo Mütze (neu: mit Bildern)   
Sonntag, 25. Juli 2010

War das wieder ein tolles Event! 4.000 Teilnehmer, darunter ein paar gute Elbländer, und ca. 150.000 Zuschauer an der Strecke haben Roth beben lassen und den Triathlon gefeiert.

Aber der Reihe nach. Nach 14 heißen Tagen, mit den Angst im Nacken, dass wir ein Rennen mit Bedingungen wie auf Hawaii erleben werden, zog in der Nacht zum Samstag ein großes Gewitter auf und kühlte Roth etwas ab. Ein weiteres Regengebiet zog in der Nacht zum Raceday am Sonntag über Roth und als die Profis um 6 Uhr starteten, gab es angenehme 16 Grad bei bewölktem Himmel. Es war trocken und der warme Kanal dampfte etwas nachdem die Profis ihn ordentlich aufgewühlt hatten. Der ganze weitere Tag war dann etwas bewölkt und mit bis zu 27 Grad auch nicht mehr zu heiß. Also ziemlich gute Bedingungen für uns.

Nachdem die Profis schon schwammen und um 6.10 Uhr die Sub9er dran waren, ging meine Startgruppe um 6.20 Uhr ins Rennen. Das Wasser war durch die Hitze der vorangegangenen Tag algenbedingt sehr trüb und man konnte die Beine des Vordermannes nicht mehr sehen. Also war häufiges Vorausschauen angesagt. Das Schwimmen, meine Wackeldisziplin, beendete ich nach 1.05.52 min und nach 1.07.47 saß ich endlich auf dem Rad. Nun hieß es erst mal verpflegen und einen ordentlichen Rhythmus finden. Leider fehlte von Anfang an ein Anhaltspunkt wie gut ich im Rennen liege bzw. wie meine Radleistung im Vergleich zu anderen Startern einzuschätzen ist – meine Startgruppe hatte nur 100 Starter und ein Großteil war nach 1 Stunde aus dem Wasser. Also fuhr ich die 180 Kilometer mehr oder weniger allein und holte nur ab und an die besseren Schwimmer wieder ein, verfehlte die angepeilte 5 Stundenmarke aber um 8 Minuten. Da es von morgens an einen recht fiesen Wind gab (das einzige was ich am Wetter zu bemängeln hatte) habe ich aber nicht als einziger die Radzielzeit verpasst. Dadurch, dass keine weiteren Fahrer am Solarer Berg vor mir waren konnte ich dieses Erlebnis aber noch viel mehr genießen und ich bekomme gleich wieder Gänsehaut wenn ich an die Szenen dort denke. Der Solarer Berg ist wohl das Verrückteste was man als Hobbysportler erleben kann… (anders kann ich das nicht beschreiben).

Nach einem kurzen Wechsel zum Laufen ging es dann also auf zum Kanal – die ersten Kilometer habe ich mir immer wieder gesagt: „Bloß nicht zu schnell angehen!“. Ich wurde einige Male überholt, behielt aber die Ruhe. An der Lände, einem Kreuzungspunkt der Laufstrecke den man insgesamt 3 x passiert, angekommen fühlte ich mich wie bei einem Heimspiel. Hier standen meine Freundin Simone sowie viele Dresdener Triathleten mit ihren Partnern. Auch aus Frankfurt und Crailsheim waren Freunde an der Strecke. Mit der Motivation der Anfeuerungen ging es zum ersten Wendepunkt. Also hieß es weiter gleichmäßig laufen, nicht überzocken und gut verpflegen. Langsam merkte ich das die Beine sehr gut waren – ab ca. km 15 war ich fast nur noch am überholen. Das etwas zurückhaltende Angehen des Laufes machte sich bezahlt.

Auf dem Rückweg zur Lände kamen mir Ingo und Thoralf entgegen – die gegenseitigen Anfeuerungen gaben wieder Power für ein paar km. Nach dem 2. Passieren der Lände ging es zum 2. und letzten Wendepunkt. Nachdem dieser erreicht war lief ich mit großer Vorfreude das letzte Mal zur Lände. Hier wartete wieder Simone mit letzten Anfeuerungen vor dem Ziel. Nun waren noch 4 Kilometer bis und in Roth zu laufen. Mit einem „Runner-High“ gingen diese vorbei wie im Flug. Kurz vor dem Zieleinlauf entdeckte ich dann wieder Simone – ein kurzer Kuss und weiter ging es über die Ziellinie.

Überglücklich nahm ich nach 9:42.54 min die Finishermedaille entgegen und freute mich, dass auch meine zweite Langdistanz so gut gelaufen war. Insgesamt bedeutete diese Zeit Platz 162 gesamt und Platz 40 in der AK-Wertung.

Da auch alle anderen gestarteten Elbländer, aber auch Freunde aus anderen Vereinen, gesund, glücklich und mit ihrer Leistung zufrieden im Ziel ankamen war am Abend beim Abschlussfeuerwerk eine richtig gute Stimmung zu verspüren. Jeder konnte von seinen WK-Erlebnissen berichten und sich meist auch über eine sehr gute Zeit freuen.

Insgesamt ist zu sagen das die Organisation perfekt war, das Roth-Team sehr freundlich rüberkommt und man dieses Rennen mit dem Triathlon-verrückten Publikum nur weiterempfehlen kann. Roth ist einfach „Triathlon wie er sein muss“!

Nun heißt es 14 Tage die Beine hochlegen und regenerieren. Denn am 1.8. steht das letzte Highlight dieser Saison auf dem Programm: Die Langdistanz-Weltmeisterschaft in Immenstadt. So kurz nach Roth wird es hier aber eher um das Erlebnis WM im eigenen Land und das Finishen gehen. Ich werde berichten…

Viele Grüße, Rajko

 

Mit bewundernswerten 9:42 h beendete Rajko seine zweite Langdistanz in Roth. Damit hält er nun den offiziellen Vereinsrekord auf dieser Strecke. Umso bemerkenswerter ist das er diesen Sport erst seit wenigen Jahren betreibt. Rajko wir freuen uns, so einen netten und sympathischen Sportler wie Dich bei uns im Verein zu haben. Fühle dich wohl bei uns und bleibe uns lange erhalten. Wir wünschen Dir und deiner Simone alles, alles Gute.

Einige Bilder von Thomas gibt es unter: http://picasaweb.google.com/104663877318378892755/Roth2010 zu sehen.

 

 

 

 
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